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Rabenschwarzes Ansehen / ...der 13te

Rabenschwarzes Ansehen                                                

Vieles, was den Rabenvögeln in unserer heutigen Kultur sprichwörtlich anhaftet, hält sich hartnäckig in der Volksmeinung - und das, obwohl die meisten Eigenschaften angedichtet sind und keinerlei biologische Grundlage oder Bedeutung besitzen.
Der Begriff "Rabeneltern" zum Beispiel fußt auf einer Vorstellung aus dem Altertum, Raben würden ihre Jungen verhungern lassen und sie sogar aus dem Nest werfen. Das Gegenteil ist der Fall. Rabeneltern sind besonders fürsorglich, sie füttern ihren Nachwuchs auch noch, wenn dieser längst flügge geworden ist.
Gerne sprechen wir von einem "rabenschwarzen Tag", wenn alles schiefgegangen ist, was nur schiefgehen konnte. Dieser Gedanke rührt wohl noch aus der biblischen Legende, Raben hätten nur deshalb keine Farben in ihrem Gefieder, weil ihnen ein sündhaftes Wesen eigen sei, sie extrem unzuverlässig und deshalb vom Archeerbauer Noah verflucht worden seien. Seither müssten sie zur Strafe Schwarz tragen.
Die Palette der Negativbilder reicht vom Kinderlied "Hoppe Hoppe Reiter" ("...fällt er in den Graben, fressen ihn die Raben") bis zum "Unglücksraben".
Ganz anders das Bild bei den nordwestamerikanischen Indianerstämmen. Dort genießen Raben bis heute hohes Ansehen und Prestige. Sie gelten als gottgleiche Gestalten, die den Lebensraum Erde für Mensch und Tier erschlossen hätten. Den übernatürlichen Kräften der Raben sei es zu verdanken, dass Berge, Flüsse und Seen ihren Platz gefunden hätten, und die Tiere sollen selbst Sonne, Mond und Sterne ans Firmament gehängt haben.
Wotan waren die Raben heilig



Freitag, der 13te

Fällt der kommende Freitag auf einen 13ten, so assoziiert fast jeder dieses Zusammentreffen mit Unglück und gerät womöglich noch in Panik (die Psychologie spricht von "Paraskavedekatriaphobie"). Vor Angst wird womöglich das Haus nicht verlassen, Termine werden verschoben bzw. nicht wahrgenommen, in der Befürchtung, das Ergebnis könnte negativ ausfallen oder die übliche Fahrt zum Arbeitsplatz wird anstatt mit dem eigenen Auto mit einem öffentlichen Verkehrsmittel vorgenommen - es wird einfach nichts riskiert. Zahlreiche statistische Erhebungen haben allerdings ergeben, dass an so einen Tag nicht mehr Unfälle als an anderen Tagen zu verzeichnen sind - die Angst vor der Unglück verheißenden Zahl ist somit ungegründet.
Der Ursprung vor der Furcht an diesem besagten Datum liegt 700 Jahre zurück. Seinerzeit regierte König Philipp IV. und der ließ auf Anordnung von Papst Klemens V. am Freitag, den 13. Oktober 1307 im Morgengrauen die vermögenden Templer in ganz Frankreich zeitgleich verhaften. Die zahlreichen Mitglieder wurden der Ketzerei angeklagt um anschließend auf dem Scheiterhaufen öffentlich verbrannt zu werden


Es kommt immer auf die Einstellung an. Für den einen ist Freitag der 13. ein Glückstag, weil er an diesem Tag sein Beförderungsschreiben erhalten hat - für den anderen ein Pechtag weil er sich auf seine teure Gleitsichtbrille gesetzt hat. Aus Angst und auf Rücksicht auf das "Dutzend des Teufels", wie die Dreizehn der Volksmund auch nannte, haben viele Flugzeuge keine Sitzreihe 13 (alternativ erfolgt die Nummerierung 12A gefolgt von 12B). Hotels und Krankenhäuser verzichten auf Zimmer mit der Nummer 13 und bei großen Hotels folgt dem Stockwerk 12 das Stockwerk 14. Auf Kreuzfahrtschiffen gibt es keine Kabine mit der Nummer 13, obwohl die Reisebuchung womöglich mit einem 13ten Gehalt finanziert wurde :-).
Auch die kulturelle Herkunft einer Person in unserer globalisierten Welt bringt unterschiedliche Auslegungen oder Ansichten hervor. So gilt in Italien Freitag der 17. als Unglückstag (ein französisches Automodell mit der Modellbezeichnung R17 wurde aus vertriebspolitischen Gründen in R117 umbenannt). In Brasilien ist die "17" allgemein eine Unglückszahl. Hintergrund ist die Schreibweise der Zahl 17 mit römischen Ziffern (XVII). In einer veränderten Anordnung entsteht das lateinische Wort VIXI und bedeutet "habe gelebt".
In Spanien, Griechenland und Lateinamerika gelten 13te, die auf einen Freitag fallen sogar als ausgesprochene Glückstage, so wie diese vor 1930 in Norddeutschland auch als Glückstage gesehen wurden und als bevorzugte Heiratstermine galten.
Bei Asiaten gilt wiederum die "Vier" (bei Japanern auch die "Neun") als Unglückszahl, da die Zahl mit "Tod" in Verbindung gebracht wird. Das sind auch die Gründe, warum Exporteure von Waren in diese Länder die Zahlensymbolik untersuchen und Markennamen meiden, die auch nur im Entferntesten an den Lautklang oder die Zahlenmystik im negativen Sinne erinnern. Massive Vertriebshindernisse infolge von Boykottierung dieser Waren wären die Folge.

 
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